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		<title><![CDATA[Revolution - Inebury]]></title>
		<link>https://revolution.crux-mundi.de/</link>
		<description><![CDATA[Revolution - https://revolution.crux-mundi.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 08:03:57 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Curiosity Killed the Cat]]></title>
			<link>https://revolution.crux-mundi.de/showthread.php?tid=125</link>
			<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 12:01:41 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://revolution.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Spielleitung</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://revolution.crux-mundi.de/showthread.php?tid=125</guid>
			<description><![CDATA[<center>Gäste können Bilder leider nicht sehen. Aber du kannst dich gerne <a href="member.php?action=register"><strong>registrieren</strong></a>, bei uns mitzumachen.<br />
<br />
<div style="background-color:#a9a9a9; color:ccc; text-align: center; font-size: 18px; font-weight: 600; font-family:Cinzel; width:500px">Nolan Hobbs</div><div style="background-color:#a9a9a9; color:ccc; text-align: center; font-size: 10px; font-weight: 600; font-family:Cinzel; width:500px">31 Jahre<br />
Sergeant | Katori</div></center><br />
<br />
Mit einem sachten Nicken grüßte er die Dame, die ihm im Flur der Universität entgegen kam. Ihre Augen verrieten, dass sie sowohl irritiert als auch beunruhigt war, ihn hier zu sehen, was wohl in erster Linie an der Uniform lag, die ihn eindeutig als Teil der Ineburyer Polizei identifizierbar machte. Er spürte ihren Blick im Nacken, als er vorbeigegangen war und konnte ihre Gedanken förmlich hören. Es wäre ein leichtes gewesen, ihre Sorgen mit einem simplen ‚Nichts passiert, mein Besuch ist von persönlicher Natur‘ zu beruhigen, doch Nolan verzichtete darauf, schritt wortlos weiter und erklomm schließlich die Treppen, die als Weg zu den Büros der Professoren ausgewiesen waren. Im Flur überlegte die Dame wohl noch immer, welcher ihrer Kollegen sich etwas hatte zu Schulden kommen lassen. Die Blicke der vereinzelten Studenten, die sich während der Vorlesungszeit auf den Gängen herumtrieben, waren zurückhaltender, doch auch ihnen standen die Fragen ins Gesucht geschrieben. Nolan ignorierte auch sie und bewegte sich zielstrebig weiter in die Richtung der Büros, die sich über einen Gang erstreckten. Blieb zu hoffen, dass er den richtigen Korridor im richtigen Gebäude  gewählt hatte. Zur Sicherheit – und um Zeit zu sparen – fragte er dennoch die erstbeste Kollegin, die ihm entgegenkam, wo er Professor Hellissand finden konnte. Diese wies ihm mit leichter Überforderung und Überraschung den Weg und Nolan dankte mit einem kurzen Lächeln.<br />
 <br />
Im Vorraum zu Prof. Hellissands Büro fanden sich einige literarische Werke, die einem wohl auch eine längere Wartezeit irgendwie erträglich gestaltet hätten. Der Dunkelhaarige allerdings hatte nicht vor, sich hier die Zeit zu vertreiben. Sein Blick wanderte nur kurz über das Angebot, ehe er an der Tür zum Büro zum Stehen kam. Er hob die Hand, um zu klopfen, nachdem er das Namensschild an der Tür noch einmal geprüft hatte, hielt aber Inne, als Stimmen von innen an sein Ohr drangen. Wie es schien, würde er wohl doch mehr Zeit einplanen müssen als erwartet. Mit einem Seufzen wandte sich Nolan herum und überlegte, ob er später wieder kommen sollte. Da erhaschte er einen Blick auf einen weiteren Menschen. Ein weiterer Katori, wie es schien. Nolan’s Mundwinkel zuckte. Hellissand wusste, was er tat. Ihn berührte es weniger.<br />
 <br />
<i>„Entschuldigen Sie. Wissen Sie zufällig, wie lange Mr. Hellissand in der Besprechung sein wird? Ich hätte etwas mit ihm zu besprechen. Aber es hat keine Eile, es ist keine dienstliche Angelegenheit.“</i><br />
 <br />
Wenn er nichts wusste, hatte Nolan wenigstens gefragt. Das beste, was passieren konnte, war eine vage Zeitangabe oder die Möglichkeit, dem Professor eine Nachricht übermitteln zu lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center>Gäste können Bilder leider nicht sehen. Aber du kannst dich gerne <a href="member.php?action=register"><strong>registrieren</strong></a>, bei uns mitzumachen.<br />
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<div style="background-color:#a9a9a9; color:ccc; text-align: center; font-size: 18px; font-weight: 600; font-family:Cinzel; width:500px">Nolan Hobbs</div><div style="background-color:#a9a9a9; color:ccc; text-align: center; font-size: 10px; font-weight: 600; font-family:Cinzel; width:500px">31 Jahre<br />
Sergeant | Katori</div></center><br />
<br />
Mit einem sachten Nicken grüßte er die Dame, die ihm im Flur der Universität entgegen kam. Ihre Augen verrieten, dass sie sowohl irritiert als auch beunruhigt war, ihn hier zu sehen, was wohl in erster Linie an der Uniform lag, die ihn eindeutig als Teil der Ineburyer Polizei identifizierbar machte. Er spürte ihren Blick im Nacken, als er vorbeigegangen war und konnte ihre Gedanken förmlich hören. Es wäre ein leichtes gewesen, ihre Sorgen mit einem simplen ‚Nichts passiert, mein Besuch ist von persönlicher Natur‘ zu beruhigen, doch Nolan verzichtete darauf, schritt wortlos weiter und erklomm schließlich die Treppen, die als Weg zu den Büros der Professoren ausgewiesen waren. Im Flur überlegte die Dame wohl noch immer, welcher ihrer Kollegen sich etwas hatte zu Schulden kommen lassen. Die Blicke der vereinzelten Studenten, die sich während der Vorlesungszeit auf den Gängen herumtrieben, waren zurückhaltender, doch auch ihnen standen die Fragen ins Gesucht geschrieben. Nolan ignorierte auch sie und bewegte sich zielstrebig weiter in die Richtung der Büros, die sich über einen Gang erstreckten. Blieb zu hoffen, dass er den richtigen Korridor im richtigen Gebäude  gewählt hatte. Zur Sicherheit – und um Zeit zu sparen – fragte er dennoch die erstbeste Kollegin, die ihm entgegenkam, wo er Professor Hellissand finden konnte. Diese wies ihm mit leichter Überforderung und Überraschung den Weg und Nolan dankte mit einem kurzen Lächeln.<br />
 <br />
Im Vorraum zu Prof. Hellissands Büro fanden sich einige literarische Werke, die einem wohl auch eine längere Wartezeit irgendwie erträglich gestaltet hätten. Der Dunkelhaarige allerdings hatte nicht vor, sich hier die Zeit zu vertreiben. Sein Blick wanderte nur kurz über das Angebot, ehe er an der Tür zum Büro zum Stehen kam. Er hob die Hand, um zu klopfen, nachdem er das Namensschild an der Tür noch einmal geprüft hatte, hielt aber Inne, als Stimmen von innen an sein Ohr drangen. Wie es schien, würde er wohl doch mehr Zeit einplanen müssen als erwartet. Mit einem Seufzen wandte sich Nolan herum und überlegte, ob er später wieder kommen sollte. Da erhaschte er einen Blick auf einen weiteren Menschen. Ein weiterer Katori, wie es schien. Nolan’s Mundwinkel zuckte. Hellissand wusste, was er tat. Ihn berührte es weniger.<br />
 <br />
<i>„Entschuldigen Sie. Wissen Sie zufällig, wie lange Mr. Hellissand in der Besprechung sein wird? Ich hätte etwas mit ihm zu besprechen. Aber es hat keine Eile, es ist keine dienstliche Angelegenheit.“</i><br />
 <br />
Wenn er nichts wusste, hatte Nolan wenigstens gefragt. Das beste, was passieren konnte, war eine vage Zeitangabe oder die Möglichkeit, dem Professor eine Nachricht übermitteln zu lassen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Settling the Mind]]></title>
			<link>https://revolution.crux-mundi.de/showthread.php?tid=122</link>
			<pubDate>Sun, 26 May 2024 16:52:40 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://revolution.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=2">Dalvin Crown</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://revolution.crux-mundi.de/showthread.php?tid=122</guid>
			<description><![CDATA[Dalvin kam unter einem Vordach zum Stehen, strich sich mit der freien Hand durch die braunen Haare, die nass etwas traurig aussehenden an seinen Kopf gedrückt wurden. Nicht, dass er sich über Regen beschwerte, im Gegenteil. Er wäre auch einfach weiter gegangen, wenn sein verdammter Fuß ihn nicht so einschränken würde. Er nutzte also den Schmerz um an diesem Ort eine kleine Zwischenpause zu machen. Durchatmen, den Fuß ein wenig entlasten und weiter. Das Wetter schien ihm zu spielen zu wollen, am Horizont klarte der Himmel immerhin etwas auf. Von der Sonne keine wirkliche Spur, aber die Wolken wurden heller. Rücklings lehnte der Ire also unter diesem Dach, stützte sich auf den Gehstock, den er inzwischen einfach nur noch in irgendeinem Fluss versenken wollte. Im Gegensatz zu anderen Wunden würde die Zeit diese heilen, nicht mehr als vielleicht eine Narbe zurück lassen. Aber es nervte den Mann, sich nicht bewegen zu können, wie er wollte. Und auch, wenn ihm sonst eine endlose Ruhe inne wohnte, hier war seine Geduld inzwischen einfach am Ende. <br />
<br />
<font color="#c0c0c0"><i>Das kommt davon, wenn man sich auch nicht ausruht, sondern wie ein Irrer durch den Regen stapfen muss um sich die Stadt anzusehen.</i></font><br />
<br />
Die vertraute Stimme seiner Partnerin ließ ihn lautlos seufzen. Sie schwirrte in dematerialisiertem Zustand irgendwo neben ihm her, warf dabei trockenen Pelzes weise Kommentare um sich. <br />
<br />
<i>Das sagst du Prinzessin, wo dein Fell trocken und nicht mit Schlamm bespritzt werden kann. Außerdem bist du es doch, die jammert, dass sie mehr raus will!<br />
<font color="#c0c0c0">Aber auch nur, wenn ich mich wirklich austoben dürfte!</font><br />
Hab’ noch ein bisschen Geduld.</i><br />
<br />
Ein erneutes Seufzen von Dalvin folgte. Er verstand sie so gut und hätte es ihr so gern ermöglicht, dieser Wunsch schwang auch in dem sanften Ton seiner Stimme mit. Sie mussten ankommen, sich ein wenig einleben und dann konnten sie in Ruhe anfangen, zu Normalität zurück zu kehren. Zumindest oberflächlich. Bis sie sich wirklich darauf einlassen konnten, würde noch viel, viel Zeit vergehen. Ohne einen wirklich Grund hob Dalvin die Hand, betrachtete wie in Trance den Ring, der dort wie immer stumm ruhte. Sie hätte auch in dieser Situation einen kühlen Kopf behalten, hätte sie alle mit genug Optimismus für ein ganzes Land versorgt und ihnen alle Sorgen und Ängste ausgeredet. Mit einer Zuversicht, die ihresgleichen gesucht hatte. Dalvins Hand, die auf dem Stock ruhte, verkrampfte sich etwas, während er den grünen Stein betrachtete. Wäre sie hier, wäre alles anders. <br />
<br />
<i><font color="#c0c0c0">Das weißt du nicht. Und es bringt auch nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.</font></I><br />
<br />
Dalvin nickte. Seine Partnerin hatte Recht, auch wenn es ihm schwer fiel, diesen Gedanken zu akzeptieren, nicht zu hoffen, es wäre anders. Shailé war nicht hier, würde es nie wieder sein. Daran würde niemand etwas ändern können, so sehr der Ire es sich auch wünschte. <br />
Aber immerhin der Regen wurde weniger, er würde also noch kurz verschnaufen, bevor sein Weg ihn weiter führte. Ohne wirkliches Ziel. Einfach ein bisschen Bewegung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dalvin kam unter einem Vordach zum Stehen, strich sich mit der freien Hand durch die braunen Haare, die nass etwas traurig aussehenden an seinen Kopf gedrückt wurden. Nicht, dass er sich über Regen beschwerte, im Gegenteil. Er wäre auch einfach weiter gegangen, wenn sein verdammter Fuß ihn nicht so einschränken würde. Er nutzte also den Schmerz um an diesem Ort eine kleine Zwischenpause zu machen. Durchatmen, den Fuß ein wenig entlasten und weiter. Das Wetter schien ihm zu spielen zu wollen, am Horizont klarte der Himmel immerhin etwas auf. Von der Sonne keine wirkliche Spur, aber die Wolken wurden heller. Rücklings lehnte der Ire also unter diesem Dach, stützte sich auf den Gehstock, den er inzwischen einfach nur noch in irgendeinem Fluss versenken wollte. Im Gegensatz zu anderen Wunden würde die Zeit diese heilen, nicht mehr als vielleicht eine Narbe zurück lassen. Aber es nervte den Mann, sich nicht bewegen zu können, wie er wollte. Und auch, wenn ihm sonst eine endlose Ruhe inne wohnte, hier war seine Geduld inzwischen einfach am Ende. <br />
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<font color="#c0c0c0"><i>Das kommt davon, wenn man sich auch nicht ausruht, sondern wie ein Irrer durch den Regen stapfen muss um sich die Stadt anzusehen.</i></font><br />
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Die vertraute Stimme seiner Partnerin ließ ihn lautlos seufzen. Sie schwirrte in dematerialisiertem Zustand irgendwo neben ihm her, warf dabei trockenen Pelzes weise Kommentare um sich. <br />
<br />
<i>Das sagst du Prinzessin, wo dein Fell trocken und nicht mit Schlamm bespritzt werden kann. Außerdem bist du es doch, die jammert, dass sie mehr raus will!<br />
<font color="#c0c0c0">Aber auch nur, wenn ich mich wirklich austoben dürfte!</font><br />
Hab’ noch ein bisschen Geduld.</i><br />
<br />
Ein erneutes Seufzen von Dalvin folgte. Er verstand sie so gut und hätte es ihr so gern ermöglicht, dieser Wunsch schwang auch in dem sanften Ton seiner Stimme mit. Sie mussten ankommen, sich ein wenig einleben und dann konnten sie in Ruhe anfangen, zu Normalität zurück zu kehren. Zumindest oberflächlich. Bis sie sich wirklich darauf einlassen konnten, würde noch viel, viel Zeit vergehen. Ohne einen wirklich Grund hob Dalvin die Hand, betrachtete wie in Trance den Ring, der dort wie immer stumm ruhte. Sie hätte auch in dieser Situation einen kühlen Kopf behalten, hätte sie alle mit genug Optimismus für ein ganzes Land versorgt und ihnen alle Sorgen und Ängste ausgeredet. Mit einer Zuversicht, die ihresgleichen gesucht hatte. Dalvins Hand, die auf dem Stock ruhte, verkrampfte sich etwas, während er den grünen Stein betrachtete. Wäre sie hier, wäre alles anders. <br />
<br />
<i><font color="#c0c0c0">Das weißt du nicht. Und es bringt auch nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.</font></I><br />
<br />
Dalvin nickte. Seine Partnerin hatte Recht, auch wenn es ihm schwer fiel, diesen Gedanken zu akzeptieren, nicht zu hoffen, es wäre anders. Shailé war nicht hier, würde es nie wieder sein. Daran würde niemand etwas ändern können, so sehr der Ire es sich auch wünschte. <br />
Aber immerhin der Regen wurde weniger, er würde also noch kurz verschnaufen, bevor sein Weg ihn weiter führte. Ohne wirkliches Ziel. Einfach ein bisschen Bewegung.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Perform in the circus]]></title>
			<link>https://revolution.crux-mundi.de/showthread.php?tid=112</link>
			<pubDate>Wed, 01 May 2024 16:55:07 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://revolution.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Spielleitung</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://revolution.crux-mundi.de/showthread.php?tid=112</guid>
			<description><![CDATA[<center>Gäste können Bilder leider nicht sehen. Aber du kannst dich gerne <a href="member.php?action=register"><strong>registrieren</strong></a>, bei uns mitzumachen. <br />
<br />
<div style="background-color:#a9a9a9; color:ccc; text-align: center; font-size: 18px; font-weight: 600; font-family:Cinzel; width:500px">Amaya Garcia</div><div style="background-color:#a9a9a9; color:ccc; text-align: center; font-size: 10px; font-weight: 600; font-family:Cinzel; width:500px">22 Jahre<br />
Akrobatin im Zirkus</div></center><br />
<br />
Es war der erste Tag der Woche, der versprach, trocken zu bleiben. Nicht warm, die Wolken herrschten dennoch vor, waren aber lockerer als die vergangenen Tage. Auch der Wind hatte etwas nachgelassen und alles in allem lockte dieser Freitag einen nach draußen - zumindest, wenn man die vergangenen Tage in der halbfertigen Zirkusumgebung verbracht hatte, ohne etwas anderes zu sehen. Die Leute waren geschäftig und Tag für Tag nahm die Manege mehr die Gestalt des prunkvollen Zirkuszeltes ein, die man gewohnt war. Wie häufig hatten sie sie nun bereits auf- und wieder abgebaut in den vergangenen Jahren? Sie hatte aufgehört zu zählen. Aus der notgedrungenen Umstellung war mittlerweile ihr Leben geworden. Keines, was sie sich so vorgestellt hatte und doch tausendmal besser, als es hätte laufen können. Trotzdem schlug ihr diese Phase des Auf- und Abbaus stets aufs Gemüt und verdeutlichte ihr, dass sie heimatlos war. Immer unterwegs, nur für kurze Zeit an einem Ort und bald schon vergessen, sobald sie weitergezogen waren. Ein Teil von ihr mochte diese Freiheit. Ein anderer Teil fragte sich, ob es wirklich das war, was sie erfüllte.<br />
<br />
Heute hatte sie das Wetter genutzt, um auch Nashira, der weißen Lipizzaner-Stute ein bisschen Abwechlung zu gönnen. Auf ihrem Rücken arbeitete sie nun schon mehrere Jahre und obwohl sie nicht das einzige Pferd in der Manege war, war sie der jungen Frau doch am ehesten ans Herz gewachsen. Sie mochte ihre solide, furchtlose Art und die Routine, die sie nach all dem Training inzwischen mit sich brachte, während Ama, andere Akrobaten und einige der Kleintiere auf ihrem Rücken balancierten. Der Platz, an dem sie ihre kleine Siedlung und den Zirkus errichteten, war im Südwesten der Stadt und nicht weit von der Natur entfernt. Umringt von bergiger Wildnis führten nach Westen einige Felder größtenteils eben zum nächsten, kleineren Ort. Eine perfekte Strecke, um gemütlich auszureiten, ein bisschen zu trainieren und sich einen Eindruck der Landschaft zu verschaffen, in der sie einige Zeit bleiben würden. Sie mochte die Wildnis Kanadas. Sie wirkte so rau und unberührt, dass die menschlichen Einflüsse fast darin untergingen. Trotzdem traute sie sich nicht weit von den offiziellen Wegen weg - einem Grizzly wollten wohl weder Nashira noch sie begegnen. <br />
<br />
Ihre Schuhe wirkten mehr als unpassend für das momentane Wetter. Dünn und kaum besohlt, um mehr Gefühl in den Zehen zu haben. Für den Rücken von Pferden oder die Manege gemacht, nicht für Matsch und eisige Reste dreckigem Schnees. Auch die helle Stute würde sie nach ihrer Rückkehr unweigerlich putzen müssen, aber das war dieser kurze Tapetenwechsel wert. Gerade, als Ama, die Arme ausgestreckt, um ihr Gleichgewicht besser halten zu können, auf dem Rücken des Pferdes stand, purzelte plötzlich etwas aus dem Gebüsch über den Weg, ohne dass die Akrobatin das überhaupt zur Kenntnis nahm. Nashira allerdings hatte es wohl vernommen und stieg unvorbereitet. Ama taumelte und warf sich schließlich nach vorne an den Hals der Stute, um nicht gänzlich von ihrem Rücken zu rutschen.<br />
<br />
<i>„Nashi, alles gut. Was hast du denn?“</i>, redete sie ihr gut zu, ihren Hals noch immer umklammert. Nashira schnaubte verunsichert und machte ein paar Schritte zurück - das Gebüsch noch immer skeptisch im Blick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center>Gäste können Bilder leider nicht sehen. Aber du kannst dich gerne <a href="member.php?action=register"><strong>registrieren</strong></a>, bei uns mitzumachen. <br />
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<div style="background-color:#a9a9a9; color:ccc; text-align: center; font-size: 18px; font-weight: 600; font-family:Cinzel; width:500px">Amaya Garcia</div><div style="background-color:#a9a9a9; color:ccc; text-align: center; font-size: 10px; font-weight: 600; font-family:Cinzel; width:500px">22 Jahre<br />
Akrobatin im Zirkus</div></center><br />
<br />
Es war der erste Tag der Woche, der versprach, trocken zu bleiben. Nicht warm, die Wolken herrschten dennoch vor, waren aber lockerer als die vergangenen Tage. Auch der Wind hatte etwas nachgelassen und alles in allem lockte dieser Freitag einen nach draußen - zumindest, wenn man die vergangenen Tage in der halbfertigen Zirkusumgebung verbracht hatte, ohne etwas anderes zu sehen. Die Leute waren geschäftig und Tag für Tag nahm die Manege mehr die Gestalt des prunkvollen Zirkuszeltes ein, die man gewohnt war. Wie häufig hatten sie sie nun bereits auf- und wieder abgebaut in den vergangenen Jahren? Sie hatte aufgehört zu zählen. Aus der notgedrungenen Umstellung war mittlerweile ihr Leben geworden. Keines, was sie sich so vorgestellt hatte und doch tausendmal besser, als es hätte laufen können. Trotzdem schlug ihr diese Phase des Auf- und Abbaus stets aufs Gemüt und verdeutlichte ihr, dass sie heimatlos war. Immer unterwegs, nur für kurze Zeit an einem Ort und bald schon vergessen, sobald sie weitergezogen waren. Ein Teil von ihr mochte diese Freiheit. Ein anderer Teil fragte sich, ob es wirklich das war, was sie erfüllte.<br />
<br />
Heute hatte sie das Wetter genutzt, um auch Nashira, der weißen Lipizzaner-Stute ein bisschen Abwechlung zu gönnen. Auf ihrem Rücken arbeitete sie nun schon mehrere Jahre und obwohl sie nicht das einzige Pferd in der Manege war, war sie der jungen Frau doch am ehesten ans Herz gewachsen. Sie mochte ihre solide, furchtlose Art und die Routine, die sie nach all dem Training inzwischen mit sich brachte, während Ama, andere Akrobaten und einige der Kleintiere auf ihrem Rücken balancierten. Der Platz, an dem sie ihre kleine Siedlung und den Zirkus errichteten, war im Südwesten der Stadt und nicht weit von der Natur entfernt. Umringt von bergiger Wildnis führten nach Westen einige Felder größtenteils eben zum nächsten, kleineren Ort. Eine perfekte Strecke, um gemütlich auszureiten, ein bisschen zu trainieren und sich einen Eindruck der Landschaft zu verschaffen, in der sie einige Zeit bleiben würden. Sie mochte die Wildnis Kanadas. Sie wirkte so rau und unberührt, dass die menschlichen Einflüsse fast darin untergingen. Trotzdem traute sie sich nicht weit von den offiziellen Wegen weg - einem Grizzly wollten wohl weder Nashira noch sie begegnen. <br />
<br />
Ihre Schuhe wirkten mehr als unpassend für das momentane Wetter. Dünn und kaum besohlt, um mehr Gefühl in den Zehen zu haben. Für den Rücken von Pferden oder die Manege gemacht, nicht für Matsch und eisige Reste dreckigem Schnees. Auch die helle Stute würde sie nach ihrer Rückkehr unweigerlich putzen müssen, aber das war dieser kurze Tapetenwechsel wert. Gerade, als Ama, die Arme ausgestreckt, um ihr Gleichgewicht besser halten zu können, auf dem Rücken des Pferdes stand, purzelte plötzlich etwas aus dem Gebüsch über den Weg, ohne dass die Akrobatin das überhaupt zur Kenntnis nahm. Nashira allerdings hatte es wohl vernommen und stieg unvorbereitet. Ama taumelte und warf sich schließlich nach vorne an den Hals der Stute, um nicht gänzlich von ihrem Rücken zu rutschen.<br />
<br />
<i>„Nashi, alles gut. Was hast du denn?“</i>, redete sie ihr gut zu, ihren Hals noch immer umklammert. Nashira schnaubte verunsichert und machte ein paar Schritte zurück - das Gebüsch noch immer skeptisch im Blick.]]></content:encoded>
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