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Es ist: 20.06.2024, 16:28


Settling the Mind
#1


Settling the Mind
   Dalvin Crown   Joshua Kane
am 10.04.1953


Dalvin kam unter einem Vordach zum Stehen, strich sich mit der freien Hand durch die braunen Haare, die nass etwas traurig aussehenden an seinen Kopf gedrückt wurden. Nicht, dass er sich über Regen beschwerte, im Gegenteil. Er wäre auch einfach weiter gegangen, wenn sein verdammter Fuß ihn nicht so einschränken würde. Er nutzte also den Schmerz um an diesem Ort eine kleine Zwischenpause zu machen. Durchatmen, den Fuß ein wenig entlasten und weiter. Das Wetter schien ihm zu spielen zu wollen, am Horizont klarte der Himmel immerhin etwas auf. Von der Sonne keine wirkliche Spur, aber die Wolken wurden heller. Rücklings lehnte der Ire also unter diesem Dach, stützte sich auf den Gehstock, den er inzwischen einfach nur noch in irgendeinem Fluss versenken wollte. Im Gegensatz zu anderen Wunden würde die Zeit diese heilen, nicht mehr als vielleicht eine Narbe zurück lassen. Aber es nervte den Mann, sich nicht bewegen zu können, wie er wollte. Und auch, wenn ihm sonst eine endlose Ruhe inne wohnte, hier war seine Geduld inzwischen einfach am Ende.

Das kommt davon, wenn man sich auch nicht ausruht, sondern wie ein Irrer durch den Regen stapfen muss um sich die Stadt anzusehen.

Die vertraute Stimme seiner Partnerin ließ ihn lautlos seufzen. Sie schwirrte in dematerialisiertem Zustand irgendwo neben ihm her, warf dabei trockenen Pelzes weise Kommentare um sich.

Das sagst du Prinzessin, wo dein Fell trocken und nicht mit Schlamm bespritzt werden kann. Außerdem bist du es doch, die jammert, dass sie mehr raus will!
Aber auch nur, wenn ich mich wirklich austoben dürfte!
Hab’ noch ein bisschen Geduld.


Ein erneutes Seufzen von Dalvin folgte. Er verstand sie so gut und hätte es ihr so gern ermöglicht, dieser Wunsch schwang auch in dem sanften Ton seiner Stimme mit. Sie mussten ankommen, sich ein wenig einleben und dann konnten sie in Ruhe anfangen, zu Normalität zurück zu kehren. Zumindest oberflächlich. Bis sie sich wirklich darauf einlassen konnten, würde noch viel, viel Zeit vergehen. Ohne einen wirklich Grund hob Dalvin die Hand, betrachtete wie in Trance den Ring, der dort wie immer stumm ruhte. Sie hätte auch in dieser Situation einen kühlen Kopf behalten, hätte sie alle mit genug Optimismus für ein ganzes Land versorgt und ihnen alle Sorgen und Ängste ausgeredet. Mit einer Zuversicht, die ihresgleichen gesucht hatte. Dalvins Hand, die auf dem Stock ruhte, verkrampfte sich etwas, während er den grünen Stein betrachtete. Wäre sie hier, wäre alles anders.

Das weißt du nicht. Und es bringt auch nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Dalvin nickte. Seine Partnerin hatte Recht, auch wenn es ihm schwer fiel, diesen Gedanken zu akzeptieren, nicht zu hoffen, es wäre anders. Shailé war nicht hier, würde es nie wieder sein. Daran würde niemand etwas ändern können, so sehr der Ire es sich auch wünschte.
Aber immerhin der Regen wurde weniger, er würde also noch kurz verschnaufen, bevor sein Weg ihn weiter führte. Ohne wirkliches Ziel. Einfach ein bisschen Bewegung.
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